Unconditional Teaching

creating healthier relationships in education

We’re celebrating two years of Unconditional Teaching!

Tyll Zybura | 21 Dec 2021 |

[DE] In diesem Dezember feiern wir das zweijährige Bestehen von Unconditional Teaching! [EN] This December we’re celebrating two years of Unconditional Teaching!

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In diesem Dezember feiern wir unser zweijähriges Bestehen. Das nehmen wir zum Anlass, um zurückzublicken, Bilanz zu ziehen und über unsere Zukunftspläne zu sprechen.

Im Dezember 2019 ging unconditional-teaching.com nach Monaten des Schreibens und Programmierens online. Rückblickend ist es erstaunlich, wie sich unser Projekt verändert hat. Angefangen hat es als lose Sammlung von Essays, die als kritische Kommentare zu Hochschulbildung und als Best-Practice-Beispiele aus unserer eigenen Lehrerfahrung gedacht waren. Wir schrieben darüber, wie man gesunde und einfühlsame Beziehungen zwischen Lernen und Lehren fördern kann; über Schutz und Förderung mentaler Gesundheit; darüber, wie man Studierenden mehr Raum für eigene Erkenntnisinteressen gibt und sie als Mit-Forschende statt als Prüflinge behandelt.

Wir haben immer viel begeisterte Unterstützung erhalten, vor allem von unseren eigenen Studierenden – viele angehende Lehrer:innen haben uns gesagt, dass sie unsere Ideen gerne in ihrem eigenen Unterricht aufgreifen werden, weil sie selbst erlebt haben, wie gut es ihnen getan hat, von uns unterrichtet zu werden. Auch bei einzelnen Kolleg:innen haben wir Unterstützung und Zusammenarbeit gefunden. Andere Kolleg:innen waren skeptisch gegenüber unserer starken politischen Haltung oder wollten nicht offen mit unserer Form der Strukturkritik in Verbindung gebracht werden, auch wenn sie sie vielleicht teilten – das ist okay.

Was wir nicht erwartet hatten, war, dass wir mit großem Interesse von genau den Institutionen willkommen geheißen wurden, die Wissenschaftler:innen zu Hochschullehrer:innen ausbilden. Unsere Workshops und Fortbildungen zu empathischer Kommunikation, kollaborativem Unterricht, wertschätzenden Peer-Review-Strategien und vielem mehr wurden in Zertifikatskurse für Hochschullehre aufgenommen. Schulen haben uns eingeladen, um über die Verbesserung der Kommunikation im Klassenzimmer. Das ist toll und aufregend und gibt uns die Hoffnung, dass Veränderungen möglich sind!

Während Jessica sich auf ihre Lehrtätigkeit an der Universität konzentriert, haben Katharina und Tyll sich vorgenommen, eine Zeit lang freiberuflich zu arbeiten und andere Lehrer:innen zu unterrichten und zu coachen. Im Ausbilden haben wir viel Erfahrung, aber die geschäftliche Seite ist eine Herausforderung: Akquise, Networking, Aufbau von Partnerschaften mit Institutionen – dafür wurden wir nie ausgebildet. Wir haben bei der wunderbaren Marie vom Schriftstudio Marie Pischel ein Logo in Auftrag gegeben, wir verbreiten unseren Unconditional Teaching Podcast auf mehr Plattformen, um ihn besser zugänglich zu machen, und wir unternehmen weitere Schritte, um unsere Arbeit zu professionalisieren. Vor allem freuen wir uns darüber, unsere Vision von bedingungslosem Lehren und Lernen in die Welt zu tragen und davon leben zu können – wie cool ist das denn?! :D

Anfangs haben wir auf Englisch geschrieben, weil Englisch die Sprache ist, in der wir denken, theoretisieren, diskutieren und träumen. Aber über das Jahr 2021 haben wir mehr und mehr versucht, Texte zu übersetzen und usnere Ideen auf Deutsch zu formulieren, weil wir unsere Vorträge und Trainingskurse hauptsächlich in Deutschland halten. Unsere neuen Podcasts werden größtenteils auf Deutsch aufgenommen, damit wir mehr Menschen dort erreichen, wo wir leben. Wir werden sehen, wohin das führt – wir werden versuchen, weiterhin englischsprachige Inhalte anzubieten und so viel wie möglich hin und her zu übersetzen, um alle zu erreichen, die an unseren Ideen interessiert sind.

Wir sind sehr stolz auf das, was wir geschaffen und erreicht haben. Wir sind stolz darauf, dass wir zu dritt so gut zusammengearbeitet haben: Wir haben unseren individuellen Output so ausbalanciert, dass nicht eine Stimme die andere dominiert, wir haben uns umeinander gekümmert, so dass niemand überfordert wurde, wir haben uns gegenseitig gefeiert. Wir wertschätzen unser Team, und die Zusammenarbeit ist immer wieder inspirierend und wohltuend – wir sind stolz darauf, dies laut zu sagen und es nicht als selbstverständlich anzusehen.

Wir möchten uns bei all unseren ehemaligen und derzeitigen Studierenden bedanken, die uns dazu inspiriert haben, die bestmöglichen Lehrer:innen für sie und mit ihnen zu sein. Wir danken all unseren Interviewpartner:innen, unseren Kursteilnehmer:innen, Kolleg:innen und Klient:innen. Wir lieben die Zusammenarbeit mit euch und freuen uns darauf, gemeinsam in Zukunft noch mehr coole Sachen zu machen!

Katharina, Jessica und Tyll
Dezember 2021

This December we’re celebrating our two-year anniversary, so we thought we use the occasion to take a look back, take stock of the present, and talk about our future plans! :)

In December 2019, unconditional-teaching.com went online after months of writing and programming. Looking back, it’s amazing how our project has changed. It started out as a loose collection of essays that were meant as critical commentaries on higher education and as examples of best practice from our own teaching experience – on how to foster wholesome and empathetic relationships of learning and teaching, on safeguarding mental health, on giving students more room for scholarly self-expression and treating them like fellow scholars rather than examinees.

We have always received a lot of enthusiastic support, especially from our own students – many future school teachers have told us that they will happily take up our ideas in their own teaching, because they have experienced themselves how good it was for them to be taught by us. We have also gained support from individual colleagues and have found wonderful collaborators. Other colleagues have been sceptical of our strong political stance or didn’t want to be openly associated with our form of structural criticisms even if they shared them – fair enough.

What we didn’t expect is that we were welcomed with great interest by the very institutions that train scholars to be teachers. Our workshops and training courses on empathetic communication, collaborative teaching, appreciative peer-review strategies and more have been taken up in curriculums for teaching certificates in higher education. Schools have invited us to talk about improving classroom communication and fostering good relationships. This is amazing and exciting and makes us hopeful that change is possible!

While Jessica is focussing on doing the good work in her teaching at university, Katharina and Tyll have committed to going freelance for a while to teach and coach other teachers. We have considerable experience in doing that, but we are still creating the business side of it: acquisition, networking, building partnerships with institutions – it’s not something we’ve ever been trained for. We have commissioned a logo with the wonderful Schriftstudio Marie Pischel, we’re spreading our Unconditional Teaching Podcast across more platforms to make it more accessible, and we’re taking further steps to professionalize what we’re doing. Most of all we’re excited to spread the word, to carry our vision of teaching and learning that is unconditional into the world and make a living off of that – how crazy cool is that?! :D

Our initial writing has been done in English, because English is the language that we think and theorize and discuss and dream in. But over the course of 2021 we have pushed the process of translating and expressing our ideas into our native German more and more, because it is mostly in Germany that we give our talks and our training courses. Our new podcasts will be recorded in German, mostly, so that we can reach more people where we live. We’ll see where this goes – we will try and keep providing English language content and translate back and forth as much as possible, to reach all of you who are interested in our ideas.

We are very proud of what we have created and achieved. We are proud that we have collaborated so well among the three of us: we have balanced our individual output so that one voice doesn’t dominate the others, we have taken care of each other in the process, so that no-one is being overwhelmed, we have high-fived and celebrated each other. We are appreciative of our team and working together is always inspiring and wholesome – we take pride in saying this out loud and not taking it for granted.

For now, we want to thank all our students past and present, who have inspired us to strive and be the best possible teachers for and with them. Thank you to all our interview partners, to our supporters, colleagues and clients. We love working with you and we are looking forward to doing more cool things together in the future!

Katharina, Jessica, and Tyll
December 2021


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